Sie stimmen zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Nähere Infos, siehe Datenschutz.
Schrift zu klein?
Drücken Sie die Tasten "Strg" und "+" für große Schrift. Mit "Strg" und "-" wird die Schrift kleiner.
Sie sind hier: Home / News / Meldung

»Für mich gehört der Zeitdruck zu den größten Belastungen. Ich muss meine Familie, meine Arbeit und die Pflege meines Vaters unter einen Hut bringen.«

Geraubte Kindheit - wenn Kinder zu pflegenden Angehörigen werden

Am 29. Mai 2014 wurde in Strobl eine Fachtagung von SchulärztInnen abgehalten.
Frau Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger hat in diesem Rahmen auf die speziellen Bedürfnisse von pflegenden Kindern und Jugendlichen hingewiesen.  Sie finden hier eine kurze Zusammenfassung des Vortrages:

... geraubte Kindheit - wenn Kinder zu pflegenden Angehörigen werden" - Kinder übernehmen fast immer sofort Betreuungs- und Pflegeaufgaben, wenn jemand in ihrem Umfeld krank wird. Sie werden von ihrer Umwelt nicht als pflegende Angehörige wahrgenommen. So als ob es sie nicht gäbe, weil nicht sein kann, was eigentlich nicht sein sollte. Kinder tragen die Last der Verantwortung, versuchen Mut zu machen, stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück, schützen die Privatsphäre und sind manchmal zu Recht stolz auf ihre Leistung.

Kinder, die betreuen und pflegen zu "erkennen" und ihnen kindgerechte Unterstützung und Hilfe anzubieten, erfordert Aufmerksamkeit, Sensibilität und Verständnis für ihre außergewöhnliche Lage.

Die Interressengemeinschaft pflegender Angehöriger hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die immer größer werdende Gruppe pflegender Kinder (dzt. laut Studie 42.700 Kinder und Jugendliche) aufmerksam zu machen und für ihre Unterstützung und Begleitung auf allen Ebenen zu kämpfen.

Alle Sorgenberufe, alle Menschen, die mit Kindern arbeiten, mit ihnen in Kontakt sind, die Öffentlichkeit insgesamt müssen auf das Phänomen pflegender Kinder mit Aufmerksamkeit und Unterstützungsangeboten reagieren. Kinder dürfen nicht allein gelassen werden! SchulärztInnen sind wichtige UnterstützerInnen für sie.

Weitersagen: Facebook Twitter