Schrift zu klein?
Drücken Sie die Tasten "Strg" und "+" für große Schrift. Mit "Strg" und "-" wird die Schrift kleiner.
Sie sind hier: Home / News / Meldung

»Wir wollen für die Bedürfnisse pflegender Angehöriger öffentlich eintreten um ihre Lebenssituation zu verbessern.«

Enquete des Seniorenrates am 22. September 2014


Statement Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft:

 Hunderttausende pflegende Angehörige betreuen und
 pflegen die ca. 440.000 PflegegeldbezieherInnen. Ohne
 ihre  Arbeit würde das Pflegesystem zusammenbrechen.
 Aber sie sind keine Freiwilligen, die sich das ausgesucht
 haben.
 Sie leisten Arbeit im Gegenwert von 3 Milliarden € pro Jahr
 und entlasten damit die Pflegeberufe, das Pflegesystem und
 Gesundheitswesen.
 Sozial- und Pflegeberufe MÜSSEN zeitlich machbare und
 daher FINANZIERTE Möglichkeiten zur Beratung und

Zusammenarbeit mit pflegenden Angehörigen bekommen, nur so kann ein Burnout aller Beteiligten vermieden werden.
Pflegeberufe brauchen alle Informationen, die sie den pflegenden Angehörigen zur Verfügung stellen können. Pflegeberufe sind  wichtiger Teil des Informationsmanagement.
Und: pflegende Angehörige sind kein Störfaktor im Krankenhaus oder Pflegeheim, sondern wertvolle Ressourcen, die die Biografie des pflegebedürftigen Menschen am besten kennen.

Statement Maria Hoppe, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft:

  Die Präsentation der informativen, mit statistischen Zahlen untermauerten
 Vorträge verdeutlichten die Komplexität der Themenfelder rund um die Pflege
 und deren Finanzierung. Ergänzend dazu wurde gegen Schluss der Enquete
 deutlich,  dass Zuwendungen und die Finanzierung von qualitativ
 angemessener Pflege in Österreich zu vereinheitlichen wären. Klar
 herausgearbeitet wurde, dass die Einbindung pflegender Angehöriger als
 größter Pflegedienst Österreichs „honoriert“  werden muss. Adäquate,
 situationsbezogene Beratung, Entlastung, Refinanzierung von Aufwendungen,
 Anrechenbarkeit auf entgangene Verdienstmöglichkeiten, Ausbau und
 Erleichterung für die Inanspruchnahme der Pflegekarenz etc. sind diskutiert
 worden, um zukünftige Folgekosten, wie durch Pflege oft entstehende Erkrankungen, Burnout und Armut zu vermeiden.

Weitersagen: Facebook Twitter Digg