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»Die Stimme pflegender Angehöriger soll gehört werden. Wir wollen sie stärken, damit sie in der Lage sind, für ihre Anliegen selbst einzutreten.«

Pressekonferenz der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger

 
 Fünf Jahre Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger

 457.000 Menschen in Österreich beziehen Pflegegeld. 83 Prozent
 der pflegebedürftigen Menschen leben daheim und werden von
 ihren Angehörigen und Zugehörigen betreut und gepflegt. Seit fünf
 Jahren setzt sich die Interessengemeinschaft pflegende Angehörige
 für Menschen ein, die ein Familienmitglied pflegen.


„Es ist uns gelungen, die Anliegen und Bedürfnisse dieser Menschen öffentlich bekannt zu machen“, zieht Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der IG pflegender Angehöriger Bilanz. Dennoch gäbe es für diese Personengruppe zu wenig Unterstützung und keine geeigneten Rahmenbedingungen. Unter den pflegenden Angehörigen gibt es 43.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 18 Jahren, die eines ihrer Familienmitglieder pflegen. „Es ist sehr wichtig, dass für pflegende Kinder Begegnungsräume geschaffen werden, damit sie aus ihrer Isolation treten können“, so Meinhard-Schiebel. Die Vernetzung mit ebenfalls betroffenen Kindern und Jugendlichen sei eine wichtige Maßnahme zu ihrer Entlastung.

Werner Kerschbaum, Vorstandsmitglied der IG pflegende Angehörige und Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, spricht sich für einen Ausbau der Wahlmöglichkeiten zur Pflegeversorgung aus. „Um die Pflege zu Hause für alle hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen als längerfristige Option sicherzustellen, braucht es mehr niederschwellige, leistbare Betreuungsformen“, so Kerschbaum. Die Pflege zu Hause dürfe nicht nur an 24-Stunden-Betreuungskräfte delegiert werden. Notwendig wäre der Ausbau der mobilen Dienste wie Hauskrankenpflege oder Heimhilfe, die wichtige Pflegeleistungen erbringen.

Nach wie vor stehen pflegende Angehörige vor großen Problemen Pflege und Beruf zu vereinbaren. „Es fehlt etwa der Rechtsanspruch auf Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit“, sagt Anna Pfundner-Klimenko, die ihre beiden Kinder pflegt. Als Selbstständige kann sie diese Möglichkeit überhaupt nicht in Anspruch nehmen. „Pflegende Angehörige brauchen existenzsichernde Erwerbsmöglichkeiten um nicht in die Armutsfalle zu geraten“, fordert Pfundner-Klimenko.

Viele Medien haben die Problematik aufgegriffen und berichtet:

  • APA
  • Kronenzeitung
  • Neues Volksblatt
  • Wiener Zeitung
  • Ö3
  • Ö1: Mittagsjournal, Abendjournal, Morgenjournal
  •  Radio Burgenland, Radio Wien
  • ZiB1, ZiB 13
  • ORF Oberösterreich heute

* Download > Pressespiegel.pdf
* Download > Link ZIB1
* Download > Link ZIB13
* Download > Link Ö1 Mittag

Fotocredit: Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, Georg Strzyzowski

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