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»Wir wollen für die Bedürfnisse pflegender Angehöriger öffentlich eintreten um ihre Lebenssituation zu verbessern.«

PionierInnen machen mobil gegen Ungleichheit

Das große Europäische Forum Alpbach 2015 hat sich in den Gesundheitsgesprächen den Fragen der Ungleichheit im Gesundheits- und Pflegewesen verschrieben. Neben den Vorträgen wurden 31 PionierInnen, ausgewählt aus 300 Bewerbungen, gebeten, über ihre Arbeit zu berichten. Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger war eines der ausgewählten Pionierprojekte.

In intensiven Arbeitsgesprächen und einem Präsentationsprozess haben die PionierInnen und BesucherInnen des Forums Erfahrungen ausgetauscht. Welche Schlüsselerlebnisse zeichnen das Projekt aus, welche Erfolge, aber auch über welche Erfahrungen können sie berichten, welche Lernmöglichkeiten können sie weitergeben?

Die Essenz dieser intensiven Gespräche wurde in der großen Podiumsdiskussion und in einem Artikel des Standards nochmals zusammengefasst. Die Frage, die danach für die PionierInnen im Raum stand und bleibt ist, ob sie tatsächlich "verstanden" wurden. Pionierprojekte müssen sehr oft mit großen Startschwierigkeiten kämpfen, wissen selten, wie lange sie aus eigener Kraft weiterarbeiten können, brauchen nicht nur Engagement, sondern auch Projektmanagement, Vernetzung zu allen Playern, müssen sich ihre Öffentlichkeit selbst schaffen.

Ihr eigentliches Anliegen, Menschen aller Altersgruppen, aller sozialer Schichten, aller Kulturen genau dort zu unterstützen, wo das große System seine Lücken hat, Ungleichheiten zu Mängeln führen, bleibt in den wenigen Worten der Zusammenfassung  immer wieder auf der Strecke und gab den Schwerpunkten der Erarbeitung teilweise einen anderen Akzent. Daran konnte auch die Diskussion der beiden Ministerinnen auf dem Podium nichts ändern. Was auf der Strecke blieb und unsichtbar für das Plenum: Ungleichheit schafft Armut, schafft Unterversorgung, schafft gesellschaftliche Unterdrückung. Grund genug für die PionierInnen, um mit ihren Projekten dagegen aufzutreten.

Das große Anliegen der Pionierprojekte ist geblieben: im System korrigierende Funktion zu haben, Ungleichheiten aufzuzeigen und für ihre Beseitigung zu kämpfen. Sie sind kein Paralleluniversum, sondern die Basis dafür, gegen Ungleichheit aufzustehen und für Chancengleichheit zu sorgen. Eine Basis, die Unterstützung braucht, die nicht von Jahr zu Jahr neu erkämpft werden muss, um weiter existieren zu können.

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