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»Die Stimme pflegender Angehöriger soll gehört werden. Wir wollen sie stärken, damit sie in der Lage sind, für ihre Anliegen selbst einzutreten.«

Einsichten einer Altenpflegerin


  "Wissen Sie, was Sie da tun? Es ist schrecklich dort!"
  Das fängt ja gut an, wenn eine junge Frau sich in den
  Kopf setzt, ausgerechnet psychiatrische
  Krankenschwester zu werden. Geworden ist sie es
  trotzdem.

  Geriatrie, das war bei Leibe nicht das, wohin sie
  unbedingt wollte. Und ist dann Altenpflegerin geworden.
  Der bemerkenswerte Weg, der durch ein buntes und
  schillerndes Leben der Autorin führt, wird in einem Fluss
  erzählt, den man beim Lesen kaum verlassen kann.

  Die Menschen, denen sie begegnet, zeichnet sie so, dass
  man denkt, sie sehen und hören zu können. 

  Die erste Begegnung mit einer hundertjährigen Frau ist
  ebenso spannend wie die Erlebnisse im SeniorInnenheim
  mit selbstbewussten alten Menschen, die ihre Eitelkeit zu
  Recht nicht verloren haben. Viele Menschen erscheinen

in den Porträts des Buches und bleiben damit in Erinnerung.

Aber auch alle Bewertungen, Vorurteile und Ängste vor dem Alter und dem Sterben finden ihren Platz und sprechen gesellschaftliche Tabus an und aus.

Der Streifzug durch das gesamte Leben, das eigene und das der anderen gelingt so leicht und zügig, dass das Buch, wenn es an einem Abend zu lesen begonnen wird, oft am frühen Morgen erst geschlossen wird. Und das geschieht wohl selten beim Lesen eines Buches.

Rezension von Birgit Meinhard-Schiebel

"10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte"
Einsichten eine Altenpflegerin
Sonja Schiff

2015, edition a, Wien
ISBN 978-3-99001-139-3

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