Sie stimmen zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Nähere Infos, siehe Datenschutz.
Schrift zu klein?
Drücken Sie die Tasten "Strg" und "+" für große Schrift. Mit "Strg" und "-" wird die Schrift kleiner.
Sie sind hier: Home / News / Meldung

»Im Alltag müssen pflegende Angehörige zusätzlich zur Betreuung viele Mühen auf sich nehmen: ständiger Zeitdruck, kaum öffentliche Anerkennung, komplizierte Behördenwege.«

Stopp Corona-App: Weiterentwicklung mit Hilfe der Zivilgesellschaft

Wien (Rotes Kreuz) - Die Stopp Corona-App ist seit Mitte März im Einsatz gegen die Corona-Pandemie. Aktuell wurde die App rund 400.000 mal heruntergeladen.

Das Österreichische Rote Kreuz hat die Erfahrungen dieser ersten Phase zum Anlass genommen, um weitere Optimierungen an der App vorzunehmen. Dabei wurden insbesondere zahlreiche Rückmeldungen von renommierten österreichischen Datenschutz- und Forschungsorganisationen berücksichtigt. Das Feedback aus der Zivilgesellschaft hat dazu beigetragen, in kürzester Zeit zu erreichen, was sonst - wenn überhaupt - Monate dauert: einen wirklich hohen Datenschutzstandard zu erreichen.

„Wir sind den Datenschützern für die kritische und konstruktive Arbeit sehr dankbar", sagt Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes. „Dass wir nach einer tiefgehenden technischen Analyse ein gutes Zeugnis erhalten, stärkt das Vertrauen der Menschen - und das brauchen wir, um Corona zu stoppen und unsere gewohnten Freiheiten möglichst bald wieder zu leben. Dabei soll uns die App helfen."

Die europaweit stattfindende Diskussion über Covid-19-Tracing-Apps ist von hoher technischer und rechtlicher Komplexität geprägt. Um die dynamischen Anforderungen an die App entsprechend umzusetzen, hat das Rote Kreuz am Anfang der Entwicklung das „Research Institute - Digital Human Rights Center", ein bekanntlich kritisches und auf Datenschutz spezialisiertes Forschungs- und Beratungsinstitut, zur Gestaltung der Stopp Corona-App hinzugezogen.

„Der Datenschutz ist in dieser App eine zentrale Anforderung bis ins letzte Detail", sagt der wissenschaftliche Leiter des Instituts Christof Tschohl. Der Techniker und Jurist hat unter anderem 2014 die Vorratsdatenspeicherung erfolgreich vor dem Verfassungsgerichtshof angefochten.

Das Rote Kreuz hat stets auf die konstruktive Einbindung der Fachöffentlichkeit durch grundrechtsaffine Organisationen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft wie epicenter.works, noyb.eu und SBA Research gesetzt. Eine gemeinsame Stellungnahme dieser Organisationen fließt auch in die weitere Entwicklung der App mit ein. Diese Qualitätssicherung trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der App bei und soll das Vertrauen der Menschen stärken. Die Umsetzung weiterer „Privacy by Design"-Maßnahmen ("eingebauter Datenschutz") wird bereits heute im Zuge eines Updates erfolgen.

Zudem will man in einem nächsten Schritt auf ein vollkommen dezentrales System umsteigen - eine Diskussion, die vor allem den Austausch mancher Daten betrifft, die Speicherung erfolgt bereits jetzt am Gerät. „Derzeit sind wir am Stand der Technik. Wir entscheiden uns aber für eine noch bessere Architektur", sagt Foitik. „Sobald technisch möglich, werden wir auf eine Lösung wie z.B. DP-3T wechseln. Unsere Lösung soll zum Vorzeigemodell für Europa werden."

Die Gestaltung der Anwendung galt bereits von Beginn an als rechtmäßig und DSGVO-konform. Beim Roten Kreuz ist man aber bestrebt, das Optimum an Datenschutz und Vertrauenswürdigkeit in der App umzusetzen. Die kritische Zivilgesellschaft hat dazu einen wertvollen Beitrag geleistet. „Wir sind uns der gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst, die mit der Stopp Corona-App einhergeht", sagt Foitik. „Der breit angelegte Diskurs trägt zur Wahrung des Grundrechts auf Datenschutz besonders in Zeiten der Corona-Krise bei." Die bereits erwartete Veröffentlichung des Quellcodes wird daher in den kommenden Tagen in Abstimmung mit den Technikpartnern erfolgen.

Die App wurde vom Österreichischen Roten Kreuz initiiert. Entwickelt wird sie von Accenture Österreich, den Datenschutz betreut Research Institute AG & Co KG. Finanziert wird die App durch eine Spende der UNIQA Privatstiftung.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Stopp Corona-App:
* Doenlaod> App

Weitersagen: Facebook Twitter