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Neuigkeiten der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger

Wir freuen uns über Neues aus dem Bereich der Pflege und Betreuung und über Aktivitäten der Interessengemeinschaft (IG) pflegender Angehöriger berichten zu können.

Pflegefondsgesetz

Wie in unserem Newsletter vom Mai 2011 berichtet, wurde von der Regierung die Einrichtung eines Pflegefonds geplant.

Mit 31. Juli 2011 trat nun das beschlossene Pflegefondsgesetz in Kraft.

Der Pflegefonds dient der teilweisen Abdeckung des Mehraufwandes im Zusammenhang mit den Maßnahmen im Bereich der Langzeitpflege dient.
Mit der Gewährung der Zweckzuschüsse aus dem Pflegefonds unterstützt der Bund die Länder und Gemeinden: für die Sicherung sowie für den Aus- und Aufbau der Betreuungs- und Pflegedienstleistungen zum laufenden Betrieb, für Angebote
  • an mobilen Betreuungs- und Pflegediensten
  • an stationären Betreuungs- und Pflegediensten
  • an teilstationärer Tagesbetreuung
  • an Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen
  • eines Case- und Caremanagements
  • an alternativen Wohnformen.
Die für 2011 bis 2014 gewährten Zweckzuschüsse sind vorrangig für Maßnahmen zu verwenden, die nicht dem stationären Bereich zuzurechnen sind.

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Pflegegeld durch Pflegekräfte ab der Pflegestufe 4

Ab dem 1.1.2012 werden auch Pflegefachkräfte beim Pflegegeld Höhereinstufungen vornehmen!

Diese Neuerung im Pflegevorsorgesystem ist das Ergebnis des Pilotprojekts "Einstufung Pflegegeld durch Pflegekräfte", das seit Oktober 2010 in fünf Bundesländern gelaufen ist: Personen wurden gleichzeitig von Medizinern/-innen und Pflegefachkräften zu Hause begutachtet (wir haben im Newsletter vom November 2010 berichtet).

Ab der Pflegestufe 4 werden künftig bei Anträgen auf Erhöhung des Pflegegeldes diplomierte Pflegefachkräfte mit der Begutachtung befasst.

"Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass das Pflegefachpersonal besonders bei der Einstufung in den höheren Pflegegeldstufen hohe Kompetenz aufgewiesen hat. Als Folge des Projekts ist daher eine Änderung bei der Beurteilung von Erhöhungsanträgen vorgesehen", unterstrich BM Hundstorfer.

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Wiedereinführung des Pflege-Regresses in der Steiermark

Mit 1. August 2011 ist in der Steiermark erneut eine Regressregelung im Pflegebreich in Kraft getreten.

Der Pflege-Regress ist eine Rückforderung an Kinder, wenn Vater und/ oder Mutter in einem Pflegeheim gepflegt werden oder eine Rückforderung an Eltern, wenn Kinder in einem Pflegeheim gepflegt werden und die Einkünfte des Pflegeheimbewohners für die Deckung der Pflegeheimkosten nicht ausreichen.
Wird ein Ehepartner im Pflegeheim betreut, gilt an der Stelle einer Regressforderung die Unterhaltspflicht.

Die Höhe des Regress ist nach Einkommen sozial gestaffelt und gedeckelt.

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Die Interessengemeinschaft hat Stellung genommen: "Wiedereinführung des Pflege-Regresses belastet pflegende Angehörige massiv".

Entschließungsantrag "Pflegende Kinder"

Am 08.07.2011 wurde einem parlamentarischen Entschließungsantrag betreffend pflegende Kinder und Jugendliche zugestimmt.

Dem Antrag entsprechend wurde eine Studie zur Situation von pflegenden Kindern und Jugendlichen in Auftrag gegeben.
Dem Nationalrat soll der Bericht bis spätestens Ende 2012 vorliegen.

Mit dem zugestimmten Entschließungsantrag feiert die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger einen ersten Erfolg: fordert sie doch - unter anderem - spezielle neu zu schaffende Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die die Pflege und Betreuung naher Familienangehöriger übernehmen.

Weitere Forderungen der IG an die Politik können Sie auf unserer Website nachlesen!

Pflege- und Betreuungspreis 2011

Die Volkshilfe Österreich vergibt 2011 bereits zum vierten Mal einen bundesweiten Pflege- und Betreuungspreis.

In der Kategorie "pflegende Angehörige"sind 3 Preise dotiert:
  • der 1. Preis mit 1.500,00 Euro
  • der 2. Preis mit 1.000,00 Euro
  • der 3. Preis mit 500,00 Euro
Der diesjährige Sonderpreis "Ehrenamtliche HelferInnen" ist mit 1.500 Euro dotiert.

„Anerkannt wird damit das Engagement all jener, die sich der Pflege und Betreuung alter, kranker und behinderter Menschen annehmen  – eine Aufgabe, die in erster Linie von Frauen oft still und leise erfüllt wird!“ Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich

Einsendeschluss: 30. September 2011

Weitere Informationen sowie das Teilnahmeformular entnehmen Sie bitte der Website der Volkshilfe Österreich.


Der Preis wurde von der Volkshilfe Österreich und dem pflegenetz initiiert und wird unter anderem von der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger unterstützt.

Premiere des Films "Mehr als ich kann"

"Mehr als ich kann" - ein Film, der den Notstand und die damit verbundenen Grenzerfahrungen aber auch die generationsübergreifende Neubestimmung von menschlichen Werten öffentlich machen will.

Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger lädt Sie ganz herzlich zur

Premiere des Films "Mehr als ich kann"
ein.

Wann: am 17. Oktober 2011 von 18:00 bis 20:00 Uhr
Wo: Votivkino, Großer Saal, Währinger Straße 12, 1090 Wien

Aufgrund der begrenzten Sitzplätze bitten wir um Anmeldung: Büro der IG pflegender Angehöriger (Tel. 01 58 900/324, Email: office@ig-pflege.at)

Lesen Sie hier mehr zum Film.
Den Trailer zum Film "Mehr als ich kann" sehen Sie hier auf YouTube.


Ein Film von Herbert Link in Kooperation mit der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, mit Unterstützung von ÖKSA, BMUKK und BMASK.

Veranstaltungen

Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger konnte sich bei folgenden Veranstaltungen präsentieren:

  • Treffen für pflegende Angehörige
    (Wien, Paulus Kirche, 21.04.2011, 19.05.2011 und 19.06.2011)
  • "Tag des Roten Kreuzes"
    (Krems/Niederösterreich, 14.05.2011)
  • "Daheim Wohnen - auch im Alter", Symposium
    (Güssing/Burgenland, 25.06.2011)
  • "Zukunft des Alters - eine Forschungsexpertise für einen zukunftsweisenden Bundesplan"
    (Linz, 01.07.2011)

Veranstaltungshinweise:

Neuerung auf unserer Website: Datenbank

Es freut uns sehr Sie informieren zu können, dass im Service-Bereich unserer Website nun eine Datenbank zu diversen Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich Pflege und Betreuung abrufbar ist!
Die neue Datenbank gibt Informationen und beinhaltet weiterführende Links zu folgenden Themen rund um die Pflege:
  • Finanzielles
  • Rechtliches
  • Ämter und andere öffentliche Einrichtungen
  • Hilfsmittel
  • Soziale Dienste
  • Alters-, Pflegeheime und Hospizeinrichtungen
  • PatientInnen- und Pflegeanwaltschaften
Wir hoffen mit der Datenbank einen guten Überblick zu den Unterstützungsmöglichkeiten in Österreich geben zu können.