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Neuigkeiten der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger

Wir freuen uns über Neues aus dem Bereich Pflege und Betreuung und über Aktivitäten der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger berichten zu können.

Hospizbetreuung

Anlässlich des "Internationalen Hospiz- und Palliative Care Tages 2012" am 13. Oktober gab Bundesminister Hundstorfer bekannt, dass er die Thematik der Hospizbetreuung im geriatrischen Bereich in die Verhandlungen um die Zukunft der Pflege und des Pflegefonds integrieren möchte.

Dem Welthospiztag zum Anlass fordert das Rote Kreuz eine öffentlich finanzierte Hospizversorgung als Bestandteil des Gesundheits- und Pflegesystems.

Lesen Sie mehr:
> Link: ÖRK "Rotes Kreuz fordert Regelfinanzierung für stationäre Hospize"
> Link: APA OTS "Sozialminister Hundstorfer will Thema Hospizbetreuung in Verhandlungen um Pflegefonds integrieren"
> Link: APA OTS "BM Hundstorfer und Klasnic gemeinsam für Hospiz und Palliative Care im Pflegeheim"


Studienergebnisse: pflegende Angehörige sind selbst Patienten/innen

Beim diesjährigen ESMO-Kongress (Congress of the European Society for Medical Oncology in Vienna) in Wien wurden Studien zur Belastung der Angehörigenpflege von Menschen mit Krebs vorgestellt und auf die krankmachende Situation für pflegende Angehörige aufmerksam gemacht:

The caregivers perspective in the end-of-life phase of Glioblastoma patients

In der Studie von Birgit Flechl et al. wurde die Lebensqualität von Angehörigen, die einen Menschen mit Glioblastoma multiforme (Gehirntumor) pflegten, untersucht:
Die pflegenden Angehörigen berichteten von einer Lebensqualität, die nur ein wenig besser war als die der Erkrankten. Etwa zwei Drittel der pflegenden Angehörigen fühlten sich überlastet. Dieses Ergebnis zeigt den dringenden Bedarf an Unterstützung und geeignete Ausbildungsprogramme auf!

> Download: Abstract

Quantifying the burden of caregiving for patients with cancer in Europe

Isabelle Gilloteau et al. untersuchten das Ausmaß der Belastung von pflegenden Angehörigen von Krebspatienten/innen im Vergleich zu nicht-pflegenden Angehörigen.
Pflegende Angehörige von Krebspatienten/innen wiesen einen signifikant schlechteren Gesundheitszustand auf und hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit Depression, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Migräne und/ oder gastrointenstinale Probleme zu bekommen.
Es wird empfohlen pflegenden Angehörigen in ihrer zentralen Rolle Gesundheit und Wohlbefindens des/der Betroffenen zu erhalten besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

> Download: Abstract


Untersuchung: "Company initiatives for workers with care responsibilities for disabled children or adults"

Im Bericht "Company initiatives for workers with care responsibilities for disabled children or adults" (2010) von Eurofound - Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen werden die Ergebnisse einer Untersuchung von Unternehmensinitiativen zur Unterstützung von Arbeitnehmern/innen mit Fürsorgepflichten für behinderte Kinder oder Erwachsene vorgestellt.

Welche Maßnahmen Arbeitgeber setzen können, um ihre Arbeitnehmer/innen in dieser Situation zu unterstützen und unter Umständen auch ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten ist ebenso Thema wie auch Empfehlungen an die Politik.

Lesen Sie mehr:
> Download: Zusammenfassung (DE)
> Download: Bericht (EN)


superhands

Etwa 25.000 Kinder und Jugendliche pflegen in Österreich Angehörige. Sie helfen bei der Pflege der Großeltern, der Eltern oder Geschwister. Die Aufgaben reichen von der einfachen Hilfe im Haushalt, über die Körperpflege bis zum Windelwechsel. Sie stecken eigene Bedürfnisse zurück und stellen soziale Kontakte hinten an.

In einer Pressekonferenz am 11.10.2012 wurde "superhands" erstmals präsentiert: 
Auch in diesem Projekt wird die schwierige Situation von Kindern, die daheim ihre kranken Eltern und andere Familienmitglieder betreuen und unterstützen aufgezeigt und Hilfe angeboten.

Die Internetplattform "Hilfe - Mama oder Papa ist krank" der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger wird sich gerne mit "superhands" verbinden um gemeinsam - zusammen mit dem Österreichischen Jugendrotkreuz-Projekt "Pflegefit" - Kinder und Jugendliche zu unterstützen.


superhands ist ein Projekt der Johanniter in Kooperation mit der Diakonie Österreich.


pflegekongress12


Der pflegekongress findet heuer am 08. und 09. November 2012  im Austria Center Vienna statt und trägt das Motto "Würde, Respekt und Mitgefühl – Grundsätze oder Schlagworte der Pflege?"

Auch dieses Jahr werden Experten/innen aus der Pflege und anderen Disziplinen aus dem In- und Ausland über aktuelle Themen und Entwicklungen referieren und gemeinsam diskutieren.

Es freut uns sehr, dass die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger eingeladen wurde zwei Beiträge zu gestalten:

"Damit habe ich nicht gerechnet" Birgit Meinhard-Schiebel
Freitag, 09.11.2012, 12:00 bis 13:00 Uhr im Saal F2
  > Link: Abstract

"Pflegende Angehörige von Demenzkranken situationsorientiert beraten - eine Herausforderung" Maria Hoppe
Freitag, 09.11.2012, 14:00 bis 15:00 im Saal F2
> Link: Abstract

> Download: Programm pflegekongress12


Der pflegekongress12 wird vom pflegenetz in Kooperation mit der
Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt veranstaltet.


Veranstaltungen

Die Interessengemeinschaft konnte sich unter anderen bei folgenden Veranstaltungen präsentieren:

Veranstaltungshinweise


Achtung! Auf unserer Website gibt es eine Neuerung: diverse Veranstaltungen, bei denen Sie einen/e Vertreter/in der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger antreffen können, sowie Stammtische und Treffen für pflegende Angehörige finden Sie nun unter dem neuen Menü-Punkt "Veranstaltungen".


Die Interessengemeinschaft dankt ihren Mitgliedern!

Wir freuen uns, dass wir wieder neue Mitglieder bei der Interessengmeinschaft pflegender Angehöriger begrüßen können!

Wir dürfen Sie erinnern, den Mitgliedsbeitrag 2012 auf das Konto der Interessengemeinschaft einzuzahlen:
 Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG
 Kto.-Nr.: 000-11.056.868, BLZ: 32000
 BIC: RLNWATWW, IBAN: AT193200000011056868

Unser Dank gilt all unseren Mitgliedern für Ihre Unterstützung - Sie verleihen der Interessengemeinschaft Ihre Stimme und helfen mit die Lebenssituation pflegender Angehöriger zu verbessern. Vielen Dank!