Interessengemeinschaft
pflegender Angehöriger
Wiedner Hauptstraße 32, 1040 Wien

Neuigkeiten der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger

Wir freuen uns, über Neues aus dem Bereich Pflege und Betreuung und über Aktivitäten der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger zu berichten.

Der Angehörigenbonus

Im Zuge der Pflegereform wurde vom Nationalrat die Einführung

des Angehörigenbonus bei Selbst- und Weiterversicherung und
des Angehörigenbonus (ohne Selbst- und Weiterversicherung)

für Personen beschlossen, die eine*n nahe*n Angehörige*n mit Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe 4 pflegen.

Der Angehörigenbonus gebührt frühestens ab 1. Juli 2023 und beträgt monatlich EUR 125,00.

Die erstmalige Auszahlung des Angehörigenbonus wird voraussichtlich im Dezember 2023 erfolgen.

Hier finden Sie alle Informationen dazu

Erklärfilm Demenz

Bewusstsein für die Anliegen und Herausforderungen von Menschen mit Demenz zu schaffen, ist die Voraussetzung für ein gutes Leben mit Demenz. Es ist auch ein wesentlicher und zentraler Baustein unserer Arbeit innerhalb der Plattform Demenzfreundliches Wien, welche sich an den Zielvorstellungen der Wiener Demenzstrategie orientiert.
Durch ein kurzes Erklärvideo können wir niederschwellig viele Menschen erreichen und dazu beitragen, die Menschheit zu sensibilisieren und auf ihre Mitmenschen mit Demenz zu achten.
Zentral ist, dass die Bevölkerung sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzt, die Bedarfe von Betroffenen versteht und ihnen offen und ohne Scheu gegenübertritt.

Hier kommen Sie zum kurzen Erklärfilm Demenz

Blog: Umgang mit Demenz und Vergesslichkeit

Wie Brücken zu Menschen mit Demenz gebaut werden können

Über verständnisvolle Kommunikationsmethoden und die Möglichkeit, den Zustand des Menschen möglichst umfassend zu begreifen

Blog/Marianne Buchegger

Studie: Young Carers und Young Adult Carers in Oberösterreich

Young Carers und Young Adult Carers sind Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene, die sich in ihrem Umfeld (mit) um eine Person mit einer
(längerfristigen) Erkrankung, Behinderung oder altersbezogenen Schwierigkeiten
kümmern.

Eine aktuelle Studie aus Oberösterreich gibt Einblick in das Leben dieser Kinder und Jugendlichen.
Ab Seite 7 finden Sie die Zusammenfassung der Ergebnisse!

Österreich erhöht Zuschüsse für häusliche 24-Stundenbetreuung ab 1. September

Ab September 2023 wird die Förderung in der 24-Stunden-Betreuung automatisch erhöht, es ist kein Antrag erforderlich.
Bei zwei einander abwechselnden, selbstständig tätigen Personenbetreuer*innen erhöht sich der monatliche Zuschuss des Sozialministeriums von 640 € auf 800 €, bei zwei unselbstständigen Personenbetreuer*innen von 1.280 € auf 1.600 €.
Die Erhöhung erfolgt von Amts wegen, daher ist kein Antrag erforderlich.

Das war der 5. Aktionstag für pflegende Angehörige

In einer groß angelegten Kartenaktion, die durch die großen Player und die Gemeinden in den Bundesländern unterstützt wurde,  haben wir am 13.09.2023 österreichweit auf die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen und Zugehörigen aufmerksam gemacht.

Dieses Jahr lag der Fokus speziell auf den Folgen der Pandemie für pflegende und betreuende Angehörige.
Menschen, die an Long/Post-Covid-19 mit fast 100 verschiedenen Symptomen erkrankt sind, haben sehr häufig keine entsprechende medizinische Unterstützung, nur wenig geeignete Rehabilitationsangebote und der weitere Verlauf der Erkrankung ist oft ungewiss.

Ihre pflegenden Angehörigen haben aufgrund von fehlenden Pflegegeldeinstufungen jedoch keinen Anspruch auf Unterstützungsleistungen, die so wichtig sind, um den oft schwierigen Pflegeverlauf bewältigen zu können. Diesen Angehörigen gebührt alle Aufmerksamkeit, um sie und ihre kranken Angehörigen zu unterstützen.

Eine kleine Geschichte zum Nachdenken

Hanna Fiedler - liebevolle Gedanken unserer Vizepräsidentin zum Thema Demenz

Es gibt Zeiten, an denen ich selbst unterschiedlich reagiere. Es gibt Tage, da bin ich so genervt von der dauernden Fragerei meine Mutter, dass ich sicher auch schon einmal sehr ungerecht war.

Wenn wir zum Beispiel irgendwo hingehen wollten, sollten oder mussten, begann die ganze Prozedur schon damit, dass sie mich mindestens dreimal fragte: "Wo gehen wir eigentlich hin?" Nach jeder meiner Antworten kam dann von ihr ein kleines, kaum hörbares: "Mhm - und wo gehen wir eigentlich hin?"

An einem heißen Tag, wie es heuer oft einmal der Fall war, und an dem mich auch meine Kinder schon den ganzen Tag mit Fragen nervten, war es mir oft nicht möglich, auf diese Frageschleifen meiner Mutter ruhig und höflich einzugehen.

Aber dann gab es auch andere Tage - und an die erinnere ich mich heute gerne. An einem Tag zum Beispiel, an dem wir wieder einmal auf dem Weg zu Ihrem Arzt waren, blieb Mama plötzlich stehen und fragte mich: "Sag stimmt das, dass wir jetzt zum Neurologen gehen?" Nachdem ich das bejaht hatte, grübelte sie vor ich hin. Kurze Zeit später schloss sie die Frage an: "Du, was macht man eigentlich bei so einem Neurologen, wofür ist der?" Ich versuchte ihr zu erklären, dass sie nicht viel tun müsste, bei diesem Arzt. Ich meinte, der Neurologe wäre eine Hilfe für Menschen, die unter Vergesslichkeit leiden. Ihr könne er vielleicht helfen, dass das nicht mehr so oft geschehen würde.

Plötzlich meinte sie ganz verzweifelt: "Aber ich hab' doch vergessen, was ich vergessen hab'."

Zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht anders als zu lachen, denn das war so typisch für ihre Art der Demenz.

Auf dem Weg zum Arzt hat sie mich dann auch noch immer wieder gefragt, wo wir jetzt eigentlich hingehen und ich habe geduldig immer wieder davon gesprochen, dass wir zum Arzt, zum Neurologen gehen würden.

Als wir dann endlich dort angekommen waren, blieb sie kurz stehen, schaute sich um und sagte: "Moment, ich glaub, da war ich schon einmal! Warum sagst du mir denn nicht, dass wir zum Arzt gehen?" Auch das war typisch für Sie in Ihrer Situation!

Solche Momente dieses seltsamen Humors haben mir oft geholfen, diese schwierigen Zeiten durchzustehen - und es war wichtig dabei zu erkennen, dass diese Herausforderungen mit Humor viel besser zu ertragen sind!

Telefon: 0650/3238138
E-Mail: hanna.fiedler@ig-pflege.at

Vorschau: 20.11.2023 - 3. Aktionstag für pflegende Kinder und Jugendliche

Auch Kinder und Jugendliche sind selbst oft von Long/Post-Covid betroffen und brauchen dringend geeignete Rehabilitations- und Unterstützungsangebote, um keine bleibenden gesundheitlichen Schäden zu erleiden.

Dazu kommt noch, dass viele pflegende Kinder und Jugendliche eigene Angehörige und Zugehörige haben, die ebenfalls an Long/Post-Covid-Erkrankungen leiden und diese Kinder und Jugendlichen auch hier versuchen, Pflege- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen.

Bei diesen Herausforderungen, die sie selbst und ihre Angehörigen betreffen, dürfen sie nicht allein gelassen werden. Sie brauchen Information, Unterstützung und Schutz rundherum.

Es ist die Aufgabe der Erwachsenen, die mit ihnen in Kontakt sind, aufmerksam zu sein und auf sie zuzugehen.

Mit einer groß angelegten Kartenaktion wollen wir speziell auf diese Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen! Das Sujet finden Sie rund um den Aktionstag auf unserer Homepage!

Kurse, Veranstaltungen, Schulungen - das könnte Sie auch interessieren

Auf unserer Homepage finden Sie immer aktuelle Angebote und Stammtische.

Schauen Sie einfach rein!

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Veranstaltungen

Hier finden Sie eine Liste mit Veranstaltungen, bei denen sich die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger bisher präsentiert hat:

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