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»Ich pflege seit zehn Jahren meine Schwiegermutter. Trotz aller Mühen ist das eine bereichernde Erfahrung.«

Hilfs- und pflegebedürftige Menschen brauchen andere Menschen, die sich um sie kümmern, ihnen zuverlässig zur Seite stehen – praktisch und emotional. In allererster Linie sind hier, nahezu immer, die Angehörigen gefragt.

In Österreich wird der Großteil der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zuhause gepflegt und betreut. Meist entspricht dies dem Wunsch der pflegebedürftigen Person und ist für die Angehörigen eine Aufgabe, der sie sich mutig und oft ganz selbstverständlich stellen.

Nicht immer aber ist die Betreuung zuhause möglich und nicht für jeden pflegebedürftigen Menschen ist dies die erste Wahl. Viele Angehörige übernehmen auch bei der Begleitung und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen in stationären Einrichtungen wichtige Aufgaben.

Sowohl die Gruppe der pflegebedürftigen Menschen als auch die der pflegenden Angehörigen umfasst ganz verschiedene Menschen. Die Unterschiedlichkeit bezieht sich auf das Alter und die Art der Einschränkung oder Erkrankung der zu Pflegenden ebenso wie auf die persönlichen Interessen und materiellen Möglichkeiten, die familiäre Situation, die Vorlieben, Abneigungen und Wünsche - sowohl der Pflegebedürftigen als auch der Angehörigen.

Die überwiegende Zahl der pflegenden Angehörigen ist selbst bereits über 50, viele von ihnen sind aber auch bedeutend älter. Sie betreuen zumeist ihre betagten Eltern oder die eigenen Lebensgefährten. Auf der anderen Seite gibt es viele junge (und auch nicht mehr so junge) Eltern, oft Alleinerziehende, die sich um ihre Kinder mit Beeinträchtigungen kümmern. Und es gibt Kinder und Jugendliche, die in ganz jungen Jahren schon für die kranke Mutter oder den kranken Vater sorgen – oft im Verborgenen, ohne dass die Umgebung davon allzu viel mitbekommt.

Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es jedoch eine Reihe von Rahmenbedingungen, mit denen alle mehr oder weniger „zu kämpfen“ haben und Interessen, die ihnen allen gemeinsam sind.

Die Idee

Diese Interessen zu bündeln und die Rahmenbedingungen gemeinsam zu thematisieren, in Frage zu stellen und so weit möglich auf deren Verbesserung hinzuwirken, ist die tragende Idee der Interessengemeinschaft.

Ö3: "Wenn das Kind die Mama pflegt"

Rund 43.000 Kinder und Jugendliche in Österreich pflegen ihre Angehörigen
Sie erleben tagtäglich Situationen und Momente, die für Kinder ungewöhnlich sind..

Diesen verborgenen Alltag macht Ö3 rund um den Muttertag zum Thema.

Kursangebot SPECIAL: "Sich im Alltag helfen können"

Aufgrund des großen Erfolges im Jahr 2012 wird der 3-Tage-Kurs für pflegende Angehörige, die mit ihren an Alzheimer Demenz erkrankten Betreuten teilgenommen haben, im Sommer 2013 erneut angeboten.

Pflegekarenz soll ab 01. Jänner 2014 möglich sein

Pflegende Angehörige sollen künftig bis zu drei Monate in Pflegekarenz gehen können. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor.
Gelten sollen die Neuregelungen ab 1. Jänner 2014.