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Alte Frau vor jüngerer Frau

»Jahrelange Pflege bedeutet jahrelange Erfahrung, die wir wertschätzen müssen!«

Daten und Fakten

  • Derzeit leben in Österreich rund 540.000 hilfs- und pflegebedürftige Menschen zu Hause. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich ihre Anzahl bis zum Jahr 2011 auf knapp 800.000 Personen erhöhen (Quelle ÖBIG 2005).
  • Statistisch gesehen ist jede 4. Familie in Österreich mit der Problematik von Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit unmittelbar konfrontiert.
  • Der weitaus überwiegende Anteil an Hilfs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen wird von Familienangehörigen erbracht. Davon werden zwei Drittel von Frauen übernommen (Quelle: Forschungsbericht des Forschungsinstitutes für Altersökonomie 2007).
  • Tendenziell sinkt die Zahl der (potenziell) pflegenden Angehörigen, die heute einen Großteil der Pflegeleistungen übernehmen (steigende Lebenserwartung, sinkende Kinderzahl, räumliche Mobilität). Die Belastungen konzentrieren sich in der Regel auf eine Person – die aber wiederum meist mehreren konkurrierenden Anforderungen ausgesetzt ist (die Berufstätigkeit erfordert zunehmendes Engagement und Flexibilität im Sinne des Arbeitsgebers, die eigene Kernfamilie fordert Aufmerksamkeit und Zeit, die persönliche Weiterentwicklung gehört zum heutigen Selbstbild und braucht ebenfalls Zeit und Energie).
  • Etwa ein Fünftel der hilfs- und pflegebedürftigen Personen nimmt zusätzlich die Hilfe von professionellen Pflege- und Betreuungspersonen in Anspruch (Quelle: Schneider et. al 2006).
  • Ausgehend vom Mikrozensus 2002 sind rund 40% aller Personen, die hilfs- und pflegebedürftige jüngere wie auch ältere Menschen betreuen, erwerbstätig (Quelle: Forschungsbericht des Forschungsinstitutes für Altersökonomie 2007).
  • Seitens Statistik Austria wird bis zum Jahr 2030 die Erwerbsquote von Frauen im Alter zwischen 45 und 64 Jahren, um 20% ansteigen (Quelle: 15 Jahre Pflegevorsorge des BMSK 2008).
  • In Österreich beziehen derzeit ca. 400.000 Personen ein Landes- oder Bundespflegegeld, das sind fast 5% der österreichischen Bevölkerung (Quelle: Sozialbericht 2007-2008 des BMSK).
  • Cirka 55% der PflegegeldbezieherInnen, erhalten ein Brutto-Monatseinkommen von weniger als € 860.- (Quelle: Ein Blick 5 Pflege des BMSK 5. Auflage 2009)
  • In der Zeit von 2003 bis 2008 ist die Anzahl der PflegegeldbezieherInnen nach dem Bundespflegegeldgesetz um 12% gestiegen. Ebenso ist die Anzahl der PflegegeldbezieherInnen nach dem Landespflegegeldgesetz zwischen 2002 und 2006 um 12% gestiegen (Quelle: Sozialbericht 2007-2008 des BMSK).
  • Im Dezember 2007 betrug der Anteil der über 75jährigen unter den BundespflegegeldbezieherInnen 68,5%.
  • 12% gaben in einer Studie zur Situation pflegender Angehöriger an, dass in ihrer ländlichen Umgebung kein mobiler Dienst vor Ort ist, sowie 42% sich finanziell keinen mobilen Dienst leisten können (Quelle: Schneider et al. 2006).
  • In Österreich sind derzeit rund 100.000 Person an Demenz erkrankt bis zum Jahr 2040 wird sich die Anzahl auf 200.000 erhöhen (Quelle: Demenzhandbuch des BMSK 2008)

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