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»Wir wollen Versorgungslücken identifizieren und für Verbesserungen eintreten.«

Daten und Fakten

Daten und Fakten

  • In Österreich sind 947.000 Personen auf irgendeine Art und Weise in die Pflege und Betreuung einer/eines Angehörigen involviert (ohne Berücksichtigung der Anzahl pflegender Kinder und Jugendlicher – sogenannter Young Carers). 801.000 pflegende Angehörige betreuen ein Familienmitglied zu Hause und 146.000 Menschen kümmern sich um eine/einen Angehörigen in einer stationären Langzeitpflegeeinrichtung. (Quelle: Angehörigenpflege in Österreich, BMASGK, 2018 https://www.sozialministerium.at/site/Pension_Pflege/Pflege_und_Betreuung/Betreuende_und_pflegende_Angehoerige/
  • Der weitaus überwiegende Anteil an Hilfs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen wird von Familienangehörigen erbracht. Davon werden knapp drei Viertel von Frauen übernommen, wobei ein Drittel im Alter von 31 bis 65 Jahre alt ist. Das Durchschnittsalter aller Frauen liegt bei 62 Jahren.
    51% gehen keiner Berufstätigkeit nach.
    (Quelle: BMASGK, Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege 2018 www.sozialministerium.at/site/Pension_Pflege/Pflege_und_Betreuung/Hilfe_Finanzielle_Unterstuetzung/Pflegegeld/#intertitle-10).
  • 74% aller PflegegeldbezieherInnen werden von Angehörigen - teils mit Unterstützung von mobilen Diensten – zu Hause betreut. 5,6% nehmen eine 24-Stunden-Betreuung in Anspruch und 1,7% besuchen regelmäßig ein Tageszentrum für SeniorInnen. Dem gegenüber stehen 18,7% der hilfebedürftigen Menschen, die in einer stationären Einrichtung leben. Dies macht die Angehörigenpflege zum größten „Pflegedienst der Nation", ohne den die Betreuung von hilfebedürftigen Menschen zu Hause nicht möglich wäre (Quelle: BMASGK, Pflegedienstleistungsstatistik Dez. 2017).
  • Tendenziell sinkt die Zahl der (potenziell) pflegenden Angehörigen, die heute einen Großteil der Pflegeleistungen übernehmen (steigende Lebenserwartung, sinkende Kinderzahl, räumliche Mobilität). Die Belastungen konzentrieren sich in der Regel auf eine Person – die aber wiederum meist mehreren konkurrierenden Anforderungen ausgesetzt ist (die Berufstätigkeit erfordert zunehmendes Engagement und Flexibilität im Sinne des Arbeitsgebers, die eigene Kernfamilie fordert Aufmerksamkeit und Zeit, die persönliche Weiterentwicklung gehört zum heutigen Selbstbild und braucht ebenfalls Zeit und Energie).
  • Mehr als zwei Drittel der Frauen in Wien sind neben der Tätigkeit als pflegender Angehöriger auch berufstätig. Etwa 86,6% der informell pflegenden berufstätigen Personen sind älter als 40 Jahre. Neben der Erwerbstätigkeit widmen sich die Angehörigen 13 Stunden pro Woche für Pflege und Betreuung der hilfsbedürftigen älteren Personen. In 40% der Fälle wird dabei tägliche Betreuungsarbeit geleistet.
    (WU Wien – Forschungsinstitut für Altersökonomie, 2009, www.wu.ac.at/fileadmin/wu/d/ri/altersoekonomie/FB12009.pdf).
  • Nicht nur Erwachsene pflegen. Auch Kinder und Jugendliche befinden sich in der Situation einen Elternteil oder einen Bruder/ eine Schwester zu pflegen. Die Zahl der pflegenden Kinder und Jugendlichen, im Alter von 5-18 Jahren, beträgt 42.700. Das durchschnittliche Alter der pflegenden Kinder, die zu 69,8% weiblich sind, beträgt ca. 12,5 Jahre. (Quelle: Einsicht in die Situation pflegender Kinder und Jugendlicher in Österreich, BMASK, 2012, 2014, www.sozialministerium.at/youngcarers)
  • Mit 31.12.2011 wurden die Landespflegegeldgesetze aufgehoben und die Zuständigkeit von den Bundesländern auf den Bund übertragen. Seit Anfang 2012 umfasst die Zahl der Bezieherinnen und -bezieher von Bundespflegegeld auch jene der bisherigen Landespflegegelder. Im Jahresdurchschnitt 2017 lag die Zahl der BundespflegegeldbezieherInnen und -bezieher bei 456.650 Personen, der Jahresaufwand für 2017 betrug rd. 2,55 Mrd. Euro. (Quelle: Statistik Austria, 2017)
  • Im Dezember 2017 hatten 458.783 Menschen Anspruch auf Pflegegeld. Rund die Hälfte der Anspruchsberechtigten waren älter als 81 Jahre, wobei fast drei Viertel davon weiblich waren. Die meisten männlichen Anspruchsberechtigten waren zwischen 61 und 80 Jahre alt.
    (Quelle: Österreichischer Pflegevorsorgebericht 2017, BMASGK, www.pflegedaheim.at)
  • Der Großteil der pflegebedürftigen Personen bezieht ein Pflegegeld der unteren Stufen: Ende 2017 entfiel die Hälfte auf die Stufen 1 und 2, 18% der PflegegeldbezieherInnen und -bezieher bezogen ein Pflegegeld der Stufe 3, der Rest entfiel auf die vier höheren Stufen. (Quelle: Österreichischer Pflegevorsorgebericht 2017, BMASGK, www.pflegedaheim.at)
  • Etwa 130.000 ÖsterreicherInnen sind von einer demenziellen Beeinträchtigung betroffen. Durch die demografische Entwicklung und steigende Lebenserwartung ist anzunehmen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren deutlich ansteigen wird.
    (Quelle: Österreichischer Demenzbericht 2014, BMG, BMASK, 2015, www.sozialministerium.at/demenz)

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