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»Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt ständig. Neue Konzepte für Pflege und Betreuung sind notwendig.«

Warum sich pflegende Angehörige organisieren

Sich der Pflege eines Angehörigen zu widmen stellt für hunderttausende Menschen in Österreich einen – oft als ganz selbstverständlich empfundenen – Teil ihres Alltags dar. Kaum eine andere „Arbeit“ ist jedoch so vielschichtig und schwierig abzugrenzen, emotional wie körperlich so beanspruchend, insgesamt so fordernd und befriedigend zugleich.

Die Pflege eines Angehörigen erstreckt sich oft über Jahre und wird zu einem prägenden Bestandteil des eigenen Lebens. Die bewusste Entscheidung zur Übernahme der Pflege eines nahen Verwandten ist allerdings eher die Ausnahme.

Diese wenig ausgeprägte Selbstwahrnehmung entspricht dem „Image“ pflegender Angehöriger in der Gesellschaft: Ein solches ist schlichtweg kaum vorhanden. Es fehlt an Anerkennung, Information, Vernetzung, niederschwelligen Beratungs- und Unterstützungsangeboten und vielem mehr.

Umso wichtiger und längst an der Zeit ist es, dass sich pflegende Angehörige in dieser Rolle organisieren, sich eine Pattform für ihre Interessen und Anliegen schaffen und damit auch an die Öffentlichkeit treten.

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